Mein erster Tag, an dem ich mir selbst die Challenge stelle mal zu schauen, was macht das denn mit mir im Ganzen wenn ich jede Stunde etwas im Vorfeld festgelegtes mache? Wie reagiert mein Körper? Was machen die Muskel? Und viel wichtiger: Was macht mein Kopf? Wie reagiere ich zu mir selbst?
Eher nachrangig, aber natürlich auch spannend, sind Fragen die ins aussen gehen: Wie reagiert das Umfeld? Wem teile ich mich mit? Interessiert es überhaupt jemand? Wie reagiere ich auf Projektionen anderer?

Auch sehr spannend sind erste Gespräche mit engsten Freunden. Flo, den ich heute „zufällig“ getroffen habe, hat einen sehr wichtigen und guten Input gegeben: Es wird sehr viel davon anhängen, wie ich dem Umfeld das sich dafür interessiert oder die es verunsichert die Möglichkeit gebe nachzuvollziehen was und warum das ganze- KOMMUNIKATION ist hier das A und O!!! Das nochmal ins Bewusstsein gerufen zu bekommen von einem engen Freund ist super wichtig und nehme ich sehr dankbar an!!

Sorgen in Bezug auf das Projekt mache ich mir vor allem bei dem Part, wo es darum geht, andere um Unterstützung zu bitten- hier spüre ich noch deutlich den Widerstand in mir. 

Bei den Liegestützen, die ich heute im Zug mache, merkt ich sehr schnell, wann ich für mich differenziere was ein „Gesellschaftlich akzeptierter“ Moment (für mich und aus meiner aktuellen Sicht!!) ist, und was nicht – im Zug von Aschaffenburg nach MUC fahren wir genau um 13 Uhr in den Bahnhof ein. Hier entschiede ich mich gern die sofortige Ausführung um den Ein- und Ausstiegsprozess nicht zu behindern. Macht das Sinn? Wieviel Projektion steckt hier? Wieviel Angst? Und welche?

 

Um 13 Uhr das erste Mal gezählt wie viel ich schon hab und wieviel ich (heute) noch darf…

In der Zeit zwischen 13 und 14 Uhr kommen die ersten Gedanken wie: Jetzt bin ich müde und würde gerne schlafen- aber lohnt sich das? u.ä… Ausserdem merke ich wie die Muskeln ganz leicht zittern

16 Uhr: Die Schulter und die Leistung machen sich bemerkbar, Motivation ist oben zu halten 😀

18 & 19 Uhr in der Innenstadt in MUC beim Treffen mit Sascha: Krass, wie schwer es mir fällt und wieviel Scham in mir hochkommt. Auch beim sprechen mit Sascha fällt mir auf, das Ängste in mir sind, die zumindest Sascha überhaupt nicht bestätigt. Ein echter Freund eben.

22:07 Uhr – geschafft. Der erste Probetag ist überstanden… und was soll ich sagen? … Machbar? Ja, da bleib ich dabei. Schwer? Definitiv!! Bei der Vorstellung das jetzt noch 364x mal zu machen… PUHHH… ok, gut das ich es mal einen Tag gemacht hab. Ich bin gespannt was der Tag morgen bringt…

 

Verlauf Liegestützen heute:

06:00: 110 (40,40,30 – zu Hause)
07:00: 110 (40,40,30 – zu Hause)
08:00 101 (40,40,31 – Zug)
09:00: 90 (30,30,30 – Zug)
10:00: 70 (30,30,20 – Cafe Fellows AB)
11:00: 25 (10,15 – Cafe Fellows AB)
12:00: 80 (35,25,20 – Zug)
13:00: 80 (35, 25, 20 – Zug)
14:00: 70 (30, 20, 20 – Zug)
15:00: 80 (30,25,25 – DB Lounge MUC)
16:00: 70 (30,20,20 – DB L&F)
17:00: – – –
18:00: 80 (30,30,20 – MUC Innenstadt)
19:00: 80 (30,30,20 – MUC Innenstadt)
20:00: 70 (30,20,20 – Zug)
21:00: 70 (30,20,20 – Zug)
22:00: 70 (30,20,20)

Tages Gesamt: 1.256
Gesamt: 1.256